Technologie

Geringe Latenz

Modular 

Gamification

 

Drahtlos mobil

CUREO ermöglicht mobile Rehabilitation und verbindet das Headset des Patienten drahtlos mit dem Steuertablett des Therapeuten. Durch diese Remote-Funktion kann eine kontaktfreie Therapie gewährleistet werden. Die Therapie mit CUREO ist somit mobil, überall und jederzeit verfügbar. Die Therapiefrequenz sowie -einhaltung wird erheblich erhöht.

Intuitive Bedienbarkeit

Minimale Aufgabeneinstellung und intuitive Bedienbarkeit machen CUREO zu einem Tool, das sowohl von Therapeuten als auch von Patienten gut angenommen wird. Die praktische Einrichtung dieses Therapiesystems könnte die Kosten im Vergleich zu herkömmlichen Interventionen erheblich senken. Insbesondere in Szenarien, in denen keine konventionelle Rehabilitation verfügbar ist, stellen VR-basierte Ansätze eine erfolgreiche therapeutische Alternative dar.

  1. O'Neil, O. et al. (2018)

  2. Massetti, T. et al. (2018)

Gamification

Die große Anzahl der Spielenden hat dazu geführt, dass die Spieleentwickler effiziente Technologien und Interaktionstechniken entwickelt haben, welche Erlebnisse schaffen, die langanhaltend und hochmotivierend sind. Das Wissen und die Erfahrung, die im Bereich Gamification innerhalb der Unterhaltungsindustrie gewonnen wurden, können auch für den therapeutischen Bereich sehr gut genutzt werden.

Das Spielen hat für den Menschen schon immer eine wichtige Bedeutung für das Lernen von Fähigkeiten gehabt. Spielerisch lernt das Kleinkind im Laufe seines Heranwachsens die Umwelt kennen. Es wird durch Neugierde getrieben, durch Erfolgserlebnisse bestätigt und lernt im Spielen sich körperlich zu bewegen und mit den Herausforderungen der Umwelt umzugehen. Es gibt also eine natürliche Grundtendenz beim Lernen, durch spielerische Herausforderungen Erfahrungen zu sammeln und Fähigkeiten zu erlernen.

Therapie spielerisch erleben

Wir nutzen diese Grundfunktion, die auch im Erwachsenen- und fortgeschrittenen Alter nicht zum Erliegen kommt, um Menschen zum Wiedererlernen von Fähigkeiten zu motivieren. Dieser Ansatz ist sehr viel effizienter, als eine nur durch die Notwendigkeit getriebene Therapiesituation, weil sich dies auch neurochemisch sehr positiv auf die Verfassung des Menschen auswirkt. Zum Beispiel gibt es Studien, die belegen, dass im Spielen auch der Dopamin- und Serotoninspiegel ansteigt und dass spielerisches Lernen auch die Konsolidierung des Erlernten günstig beeinflusst.

Gamification für Parkinson-Patienten

Spielbasierende Therapiemethoden haben große Erfolge im Bereich der Rehabilitation. Insbesondere in Bezug auf die Teilnahme und Motivation von Parkinson-Patienten, wirkt sich der spielvolle Charakter positiv aus. Eine weitere Studie belegt, dass motorisches Training der oberen Extremitäten bei Schlaganfall-Patienten effektiver ist, wenn es als spielbasierte Therapie ausgeführt wird.

Unsere virtuellen Therapiemodule bieten einen spielerischen Charakter, der die für die Genesung wichtigen Bewegungsabläufe in kleine "Games" einbindet. Beispielsweise soll Obst von einem Baum gepflückt und in einem Korb verstaut werden, um bestimmte Armbewegungen zu fördern. Spielerische Therapie schafft eine höhere Motivation, eine größere Anzahl an Wiederholungen und eine schnellere Genesung.

  1. Kuhn, S. et al. (2014)

  2. Kuhn, S. et al. (2011)

  3. Lorenz, R. C. et al. (2015)

  4. Chen, W. et al. (2020)

  5. Karamians, R. et al. (2020)

 
 

Modular

Wir nutzen eine modulare Entwicklungsumgebung, um ein maximal anpassbares System zu programmieren. So können im Entwicklungsprozess iterativ neue Funktionalitäten hinzugefügt und angepasst werden, wenn die Bedürfnisse des Patienten es erfordern.

Da die Bedürfnisse der Patienten nicht statisch bleiben, sondern sich auch im Verlauf der Behandlung dynamisch ändern können, muss auch die Programmierung entsprechend flexibel sein. Das erfordert ein agiles Programmieren und ein modulares System, um auch technologische Voraussetzungen zu erfüllen.

An spezfische Zielsetzungen anpassbar

Der zweite Aspekt unserer modularen Programmierung besteht darin, dass wir ein Schnittstellen-offenes System anbieten. Neue Hardware und neue Funktionalitäten, wie zum Beispiel Eye-Tracking oder weitere Körper- oder Biosensoren, lassen sich nahtlos integrieren und in das bestehende, biomechanische Körpermodell des Patienten einfügen.

Eine Studie berichtet, dass VR-Umgebungen Patienten mehr einbinden und motivieren als Therapien in herkömmlichen Umgebungen. Die gesteigerte Teilnahme an den sich anpassenden spielerischen Übungen führt darüberhinaus zu einem verbesserten Therapieerlebnis.

Die CUREO-Software ist in verschiedene Module gegliedert, die aufeinander aufbauen, erweiterbar sind und die spezifischen Zielsetzungen der Rehabilitation adressieren. Einzelne Therapieeinheiten und Spieleapplikationen verschiedener Leistungslevel lassen sich flexibel und patientengerecht kombinieren.

  1. Maggio, M. G. et al. (2019)

  2. Dascal, J. et al. (2017)

 
 

Geringe Latenz

Nutzer konventioneller VR-Systeme klagen oft über Unwohlsein und Motionsickness. Dies liegt oft an technischen Mängeln, aber auch an der mangelnden medizinischen Erfahrung der Entwickler.

Bei der technischen Entwicklung von CUREO standen die neurophysiologischen Grundlagen der Patienten im Fokus, sodass ein System mit außerordentlich geringer Latenz (zeitliche Verzögerung) zwischen Wahrnehmung und Bewegung geschaffen wurde.

Mehr Motivation durch geringe Latenz

Für ein immersives und schwindelfreies Erlebnis hat CUREO sowohl das Bewegungstracking als auch die Dartstellung optimiert. So werden Bewegungen mit der Hand oder dem Kopf direkt in das virtuelle Geschehen übertragen.

Ein weiterer Benefit ist die einzigartige Schnelligkeit der Rückkopplung, also dem Feedback an den Patienten. Die CUREO-Software bietet somit ein hocheffizientes Feedbacksystem für zeitkritische Reizsetzungen.

Die große Bedeutung eines akkuraten Feedbacks bei Übungen in Virtual Reality wird in zahlreichen Studien erwähnt. Die Berücksichtigung der Latenz für solches Feedback ist daher für den Therapieerfolg von großer Bedeutung. Eine geringe Latenz steigert die Mitarbeit und die Motivation der Patienten.

  1. Zimmerli, L. et al. (2013)

  2. Cooper, N. et al. (2018)

  3. Waltemate, T. et al. (2015)

Avatar

Der Avatar basiert auf einem biomechanischen Bewegungsmodell, das in Echtzeit getrackt wird.

Die Verwendung eines Avatars in einer virtuellen Umgebung wurde in Bezug auf eine Vielzahl von Anwendungen untersucht, einschließlich Bewegungsrehabilitation und Neuroregulation.

Es wurde festgestellt, dass das Bild eines Avatars das motorische System für eine optimale Reaktion vorbereiten kann, wobei der validierte Ansatz der Spiegeltherapie verwendet wird. Es wurde berichtet, dass Avatare die Leistung und das Engagement des Patienten steigern.

  1. Lopez, C. E., & Tucker, C. S. (2017)

  2. Karamians, R. et al. (2020)